Das Alt-Oberurseler Brauhaus im Deutschen Haus oder Das Pfeiffsche Haus
Etwas zur Historie des Alt-Oberurseler Brauhauses:
Das Pfeiffsche Haus, so ist es den Historikern bekannt, wurde 1726 erbaut. Bis ca.1767 diente es als Herrensitz des Herrn Pfeiff, einem Hofkammerrat aus Mainz, der in Oberursel ein feudales Leben führte. Einen Teil seines Reichtums erwirtschaftete er dadurch, dass er den ortsansässigen Unternehmen zur Sanierung und zum Ausbau Ihrer Firmen günstig Geld überließ und dieses dann zurückforderte, wenn die Lage ersichtlich schlecht war. So brachte er nicht nur die Bürger gegen sich auf, sondern auch alle Kupferhämmereien in seinen Besitz. Er setzte sich großzügig über Wasserrechte und Stadtrechte hinweg, was ihm zunächst zahlreiche Prozesse einbrachte und später, zu Zeiten als es auch ihm wirtschaftlich schlechter ging, vollkommen ruinierte. Der Freiherr von Pfeiff starb verarmt in einem Sterbehaus in Frankfurt. Danach wurde das Haus von der Metzgerfamilie Braun übernommen und als Gaststätte in Familienbesitz von Generation zu Generation bis zuletzt von Herrn Karl Heinz Jamin bis ins Jahre 1993 geführt. Die wechselnden Namen der Betreiberfamilien begleiten die Umstände und Geschehnisse der deutschen Geschichte. So lautete der Name der Gaststätte unter anderem:
Zum Römischen Reich – Zum Deutschen Kaiser- Zum Deutschen Reich – Zum Deutschen Haus – und schließlich seit 1994 Alt-Oberurseler Brauhaus im Deutschen Haus